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Helfen? Ja, bitte!

… aber nicht um jeden Preis. Im Laufe der mehr als vier Jahre, in denen ich mich in unterschiedlichen Foren für Angehörige Inhaftierter bewegte, fiel mir auf, dass viele Frauen dazu neigen, sich für den inhaftierten Partner, Sohn, Bruder, Freund aufzugeben. Ein Verhalten, das mir auch an mir selbst auffiel und das mir nicht unbekannt war.

Bekannt geworden ist dieses Verhaltensmuster Ende der 70er Jahre als „Helfersyndrom“. Es bezog sich ursprünglich auf professionelle Helferberufe und auf die Personen, die auf Grund ihrer Persönlichkeitsstruktur dazu neigen, anderen ohne Rücksicht auf das eigene Befinden zu helfen. Ursache dieses Verhaltens ist meist ein gering ausgeprägtes Selbstwertgefühl und der oft nicht bewusste Wunsch, dieses mittels „guter Taten“ aufwerten zu wollen. Man hilft, um Anerkennung zu erhalten, wahrgenommen zu werden als besonders wertvoller Mensch. Übersehen wird dabei leider die eigene innere Bedürftigkeit, die dazu verleitet, geradezu süchtig danach zu werden, anderen zu helfen. Der „Geholfene“ wird dabei nicht selten überrollt, seine Wünsche, Bedürfnisse oder auch Aussagen werden ignoriert. Ihm muss geholfen werden um jeden Preis. Um den Preis, dass sein Hilfebedarf falsch eingeschätzt wird, um den Preis, dass der Helfer sich über seinen Hilfsaktionen selbst vergisst, um den Preis, dass die Art und Weise der Hilfe mehr schadet als nützt.

Natürlich gehört zu der Struktur der „Hilflosen Helfer“* die Tendenz, sich auch Partner zu suchen, die man mit seinem frei flottierenden Bedürfnis helfen zu wollen/müssen, retten kann. Dies sind häufig Menschen, die auf irgendeine Art und Weise nicht lebenstüchtig scheinen, in ihrer Lebensführung teilweise scheitern, die hilflos wirken (aber nicht unbedingt sein müssen). Dazu gehören eben auch Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, weil sie sich nicht an Regeln halten, die süchtig sind, die nicht mit Geld umgehen können etc. und dann nicht selten inhaftiert werden. Das ist eine Situation, die alles auf den Plan ruft, was eine „Helferpersönlichkeit“ regelrecht aktiviert. Sie fühlt sich gebraucht, kann zeigen, was in ihr steckt und erhofft sich dafür Dank und Aufmerksamkeit. Nicht selten werden dabei die eigenen Kräfte und Möglichkeiten überschätzt und nicht weniger selten entstehen daraus regelrechte Dramen. Der „Geholfene“ fühlt sich gedrängt, gezwungen, der Helfer fühlt sich verschmäht. Er gibt mehr, als er eigentlich geben kann und erhält im Gegenzug nicht selten einen Tritt in der Allerwertesten.

So lange eine Helferpersönlichkeit nicht erkennt, was die Ursache ihres Bedürfnisses ist, wird sie ähnliche Erfahrungen immer wieder machen. Sich diese Ursache anzusehen, ist nicht leicht, denn es bedeutet zu sehen, dass es eigene Bedürfnisse sind, die stellvertretend am „Objekt“ befriedigt werden. Es bedeutet, sich einzugestehen, dass man sich von einem anderen abhängig machte – im Fühlen, im Empfinden und im Handeln – um sich selbst aufzuwerten.

Als besonders schmerzlich empfand ich die Erkenntnis, dass all mein gutes, selbstloses Tun auf meinen ureigensten Interessen beruhte sowie auf meiner Unfähigkeit, schlechte Gefühle auch nur fünf Minuten auszuhalten. Lieber habe ich gemacht und getan, das fiel mir erheblich leichter als das Fühlen von Schmerz, Hilflosigkeit oder Ohnmacht. Die Inhaftierung des Mannes, mit dem ich leben wollte, war schlussendlich Anlass, mich nicht nur von meiner Sucht, gebraucht zu werden, zu befreien. Das hat mir unendlich gut getan, denn ich kann endlich handeln, ohne darauf zu schielen, was andere von meinen Taten halten. Diese neu gewonnene Freiheit ist etwas, was ich sehr schätze und die ich nicht mehr missen möchte. Es ist die Freiheit, mich gut zu fühlen, auch wenn ich einmal nicht helfe, weil ich weiß, dass ich trotzdem ein guter Mensch bin. Wie jeder Mensch bin ich grundlegend gut, einfach weil es mich gibt, durch mein Dasein.

Allen Angehörigen, die ähnliche Tendenzen bei sich selbst beobachten - wie etwa unbedingt helfend eingreifen zu müssen - möchte ich sehr raten, sich Unterstützung zu holen. Mit der Arbeit an sich selbst inklusive der eigenen Fühl- und Handlungsmuster kann man die Zeit der Inhaftierung eines nahestehenden Menschen nutzen, zum Wohle aller Beteiligten!

Lesetipp: Helfersyndrom - die Sucht zu helfen

*Der Begriff “Hilflose Helfer” wurde von dem Psychotherapeuten Wolfgang Schmidtbauer in seinem gleichnamigen Buch erstmalig verwendet.

Herz brennt

Was kann man tun, wenn das Herz brennt,
wenn die Flamme jede Hoffnung aus der Seele frisst?
Was kann man tun, wenn das Herz brennt,
wenn außer Asche von der Liebe nichts mehr übrig ist?
Man kann nichts tun…

Quelle: Die Toten Hosen

Hm, ist das wirklich so? Kann man wirklich nichts tun? Ja und Nein.

Der erste Schritt des Tuns ist das Nichttun. Und zwar in dem Sinne, nicht zu versuchen, die Trauer, den Schmerz, den Groll und was da alles noch in einem tobt, wegmachen zu wollen. Also nicht unterdrücken, nicht wegdrücken, sondern fühlen. 

Dieses Dalassen, dieses Fühlen scheint einem zunächst unerträglich, was der Grund ist, zu versuchen, diesen Zustand zu vertreiben, zu ignorieren, zu verdrängen, wegzureden, mit Aktivitäten jeder Art regelrecht zu erschlagen. Lässt man sich aber tatsächlich darauf ein, so wird man feststellen, dass der Zustand nicht unendlich und nicht von unbegrenzter Dauer ist. Vielleicht erträgt man ihn fünf bis zehn Minuten und stellt fest, dass er sich schon innerhalb dieser kurzen Zeitspanne verändert. Vielleicht verändert er sich auch erst nach einer Stunde oder später – aber das gibt Anlass zur Hoffnung und vielleicht entstehen daraus einige Erkenntnisse:

  • Kein Zustand dauert ewig.
  • Man kann diesen Zustand aushalten.
  • Der Zustand verändert sich auch ohne aktives Zutun.

 Versucht man hingegen, den Zustand, die Gefühle und Empfindungen wegzudrücken, so wird man auch nach dem hundertsten oder tausendstem Versuch feststellen, dass er einfach nicht gehen will – was die Bemühungen, dies alles loswerden zu wollen, verstärkt. Es entsteht ein Teufelskreis, in dem man sich dreht wie der Hamster im Laufrad – wobei der Hamster klug genug ist zu lernen, wie er das Laufrad verlassen kann. Nur mensch in seiner Panik, seiner Angst, seiner inneren Lähmung kommt nicht auf die Idee, das mehr Desselben nicht zwangsläufig Besserung oder ein Ende des Kreislaufes zur Folge hat. 

Es lohnt sich, dies tatsächlich auszuprobieren. Vielleicht nicht mit den großen Geschichten, die einen völlig aus der Fassung bringen, sondern zunächst mit kleineren Anlässen, die aber fühlbar Unbehagen, Groll, Ärger oder Ähnliches hervorrufen. Ich habe mich dann still auf meinen Küchenstuhl gesetzt und gewartet, was passiert, mich dabei beobachtet, so weit mir das möglich war. 

Bei Anlässen, die mich stärker aus der Bahn warfen, bin ich die Treppe heruntergelaufen, vor der Tür stehen geblieben und habe so lange im Freien geraucht bis ich merkte, dass ich ruhiger wurde, sich etwas in mir, in meinem Empfinden veränderte. Die Zigaretten waren dabei eine „Einschätzungshilfe“ der Zeit, die ich brauchte, um wieder zu mir zu kommen. Zuerst waren es meist vier Zigaretten. Einige Wochen später nur noch zwei. Heute komme ich häufig ohne eine einzige Zigarette aus. Meist reicht es, mich hinzusetzen und mich mir selbst zuzuwenden, mich selbst zu beruhigen, mir gut zuzureden und mir dann auch selbst Erklärungen zu geben, warum XYZ mir dieses oder jenes an den Kopf warf und ich darauf derart fassungslos reagiere. 

Auf diese Weise habe ich mich „abgehärtet“, kann sehr viel besser unterscheiden, ob ich tatsächlich wegen eines anderen Menschen leide oder ob es nicht doch eher meine Reaktion auf dessen Verhalten ist, die mich leiden lässt. (Fast immer handelt es sich um Letzteres.)

Der Witz an der Sache ist, dass ich kaum noch in Situationen gerate, in denen mein „Herz brennt“ und ich das Bedürfnis verspüre, jemand anderen zu verletzen. Groll, Wut, Ohnmachtsgefühle – all das, was mich über Jahre quälte und in meinem Handeln leitete – ist weg. Man kann etwas tun, auch wenn es nicht wie Tun aussieht. Hier haben die Toten Hosen leicht geirrt. ^^ 

Mila

wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Resultate erwartet.

(Rita Mae Brown)

Wie wahr ist dieser Ausspruch meiner Vornamensbase doch! Kaum hat ein bestimmter Mensch eine bestimmte Institution verlassen, geht er wieder los, der Wahnsinn. Oder der Versuch, erneut ein Dramadreieck zu starten oder ein Dreiecksverhältnis zu konstruieren.

Lange Zeit war Ruhe. Seit einigen Wochen jedoch wird beinahe täglich diese Website gezielt von einer ganz bestimmten Person regelrecht durchkämmt, um Beweise für dieses  oder jenes zu erhalten. Das wäre ja nicht weiter tragisch, ist doch eine Seite im Internet dazu da, gesucht und gefunden zu werden. Tragisch ist allerdings, was aus den nur teilweise zugänglichen Inhalten gestrickt wird. So viel Fantasie muss man – ähem, frau – erst einmal haben. Dabei geht es überwiegend um meine Person. Mich ehrt ja der Stellenwert, den diese Dame mir in ihrem Leben einräumt, aber ich fürchte, er ist unangemessen groß. Und das, was sie sich über mich zusammenreimt, ist meines Wissens größtenteils schlichtweg falsch.

Ob es wirklich so zielführend ist, eine Ehe mittels falsch zusammengepresster Puzzleteilchen erhalten zu wollen, sei hiermit stark in Frage gestellt. Zumal dieses Verhaltensmuster schon während eines Zeitraums von nun mehr als 5 Jahren nicht zum gewünschten Resultat führte. Das Objekt der Begierde will einfach nicht zurück in den trauten Ehehafen. Das hat allerdings nichts mit mir zu tun, sondern mit dem begehrenden Subjekt und seinem etwas seltsam anmutendem Verhalten. ^^

Kluge Leser haben längst erfasst, worum es geht. Eine Ehe zerbrach, und da ich eine Beziehung zu dem männlichen Teil aufbaute, war ich natürlich die Schurkin in den Augen der scheinbar verlassenen Ehefrau. Doch statt die Realität anzuerkennen, verstrickten sich alle Beteiligten in ein Drama-Dreieck (siehe auch hier im Blog) der übelsten Sorte. Mir selbst gelang es nur mittels therapeutischer Begleitung, auszusteigen. Das war nicht leicht, denn meine „Konkurrenz“ liebt dieses böse Spiel. Oder sie kennt kein anderes. Das ist der Punkt, an dem es tragisch oder eben wahnsinnig wird: Statt sich zu besinnen, inne zu halten, legt sie wieder und wieder und wieder nach. Das Verhalten der Lady erinnert stark an „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

Natürlich ist mir bewusst, dass dieser Artikel als mein Einstieg in eine neue Runde des Spiels gesehen werden kann. Ich hoffe, ich bin besonnen genug, „draußen“ zu bleiben und mir das Geschehen auch weiterhin distanziert und leicht amüsiert anzusehen. 

In einem Vortrag, der auf seinem Buch “Wie wirklich ist die Wirklichkeit” beruht, bringt Paul Watzlawick etliche Beispiele dafür, wie Menschen und höhere Tiere ihre Wirklichkeit “konstruieren”, um sich nicht in Sinnlosigkeit und der daraus resultierenden Verwirrung zu verlieren. Das heißt, sie setzen etwas zueinander in Beziehung, was nicht zwangsläufig einen Bezug zueinander haben muss! Als ein Beispiel für diese “Konstruktionen” berichtet Watzlawick von einem Dobermann, der eine Leidenschaft für Milch entwickelte.

Der Halter des Dobermanns ließ den Hund, der die Nacht im Haus verbrachte, jeden Morgen in den Garten laufen, damit er dort sein “Geschäft” verrichten könne. Jeden Morgen füllte der Halter in der Zwischenzeit den Napf mit Milch. Wenn der Hund dann ins Haus zurückkehrte, lief er zu seinem Napf und trank mit Begeisterung seine Milch. Eines Morgens war keine Milch mehr da. Der Hund lief wie gewohnt zu seinem Napf, stutzte. Dann lief er wieder in den Garten, presste aus Leibeskräften drei Tropfen aus seiner leeren Blase und lief wieder ins Haus und zu seinem Napf. Nur, es war trotzdem keine Milch da.

Watzlawick schließt daraus, dass sich die Wirklichkeit, die nicht ungefiltert wahrgenommen werden kann, dann zeigt, wenn die Konstruktionen der Wirklichkeit zusammenbrechen, nicht mehr gültig sind. Die gültige Wirklichkeit des Hundes war: “Wenn ich in den Garten laufe, mein Geschäft verrichte und dann ins Haus zurückkehre, dann ist Milch in meinem Napf”. Er realisiert nicht, dass es keinen zwingenden Zusammenhang zwischen seinem Gartengang und dem Vorhandensein von Milch in seinem Napf gibt. Und so wiederholt er sein Verhalten, um an die Milch zu kommen. Außenstehenden ist bewusst, dass auch ein fünfter und sechster Gang in den Garten keine Milch in den Napf zaubern wird. Dem völlig verwirrtem Hund jedoch nicht.

Das heißt, der Hund unterliegt - wie die meisten Menschen, einem Trugschluss. Denn die wahrgenommene, konstruierte Wirklichkeit wird für die wirkliche Wirklichkeit, also für wirklich/wahr/real existierend gehalten. Ordnungen werden konstruiert, um Bezugspunkte zu haben, an Erfahrungen anknüpfen zu können.

Von der wirklichen Wirklichkeit wissen wir nur, was sie nicht ist. So lange unsere Konstruktionen passen, ist das Leben relativ unproblematisch und erträglich. Stürzen die Konstruktionen ein, sind Kummer, Schmerz, Verwirrung die Folge. Dies wird schon in den Upanishaden beschrieben als die Wurzel menschlichen Leides: Es entsteht, wenn sich die wirkliche Wirklichkeit von unserem Bild der Wirklichkeit unterscheidet.

Wenn wir bisher erfahren haben, dass ein Gespräch etwas klären kann, dann werden wir alles daran setzen, ein Gespräch zu führen, um Meinungsverschiedenheiten oder anderes aus dem Weg zu räumen. Wir werden fassungslos und vielleicht auch wütend und ohnmächtig feststellen, dass uns das nicht mit jedem Menschen gelingt. Dennoch verhalten wir uns wie der Dobermann. Wieder und wieder suchen wir das Gespräch, scheitern wieder und wieder und werden immer unglücklicher, sind immer verstimmter, fühlen uns unverstanden und verlassen, schlecht behandelt oder missachtet. Nur selten kommen wir auf die Idee, dass ein Gespräch nicht zwingend eine Klärung herbeiführt. Aus der Erfahrung, dass es oft funktioniert, machen wir innerlich ein immer.

Oder wir haben gelernt, dass es zu einer richtigen Beziehung gehört, zu heiraten. Wir setzen alles daran, dass sich dieser Wunsch erfüllt, weil wir hoffen, dass sich dann unser Zustand verändert und wir verheiratet sehr glücklich sein werden. Die Heirat findet statt und nicht viel später setzt die Ernüchterung ein. Unser Zustand hat sich nicht deutlich spürbar verändert, wir sind nicht glücklicher.

Oder wir streben lange Jahre auf ein berufliches Ziel zu, nehmen viele Anstrengungen in Kauf, sagen uns: “Wenn ich diese Position erreicht habe, dann…”. Unsere Mitmenschen bestärken uns, indem sie bewundern, welche Mühen wir auf uns nehmen, um unser Ziel zu erreichen, sie sprechen uns Mut zu, schenken uns ihre Aufmerksamkeit. Dann sind wir endlich am Ziel, haben die neue Position. Nur - die ist nicht so, wie wir uns das ausmalten. Zwar sind wir nun weisungsbefugt, dürfen Anordnungen erteilen, aber den Grad an Entscheidungsspielraum, den wir uns vorstellten, haben wir nicht. Wir sind auch nicht zufriedener. Womöglich sind wir unzufriedener und unglücklicher als zuvor, denn wir fühlen uns um den Lohn unserer Anstrengungen und Bemühungen betrogen.

Was ist geschehen? Wir sind auf unsere Konstruktion “Wer sich anstrengt und ein Ziel erreicht, wird danach immer zufrieden sein” hereingefallen. Und wir verneinen, dass wir die Architekten unserer Wirklichkeit und damit unseres Lebens sind.

Mut zur Wirklichkeit bedeutet nicht, sich nicht für sich und seine Anliegen einzusetzen. Es bedeutet, sich klar zu machen, dass unsere Wirklichkeit, das, was wir für real und wahr halten, nicht die wirkliche Wirklichkeit ist. Es bedeutet, in Kauf zu nehmen, zeitweise orientierungslos und verwirrt zu sein, nicht zu wissen, wie unser Weg aussieht. Es bedeutet, in Betracht zu ziehen, dass wir Dinge miteinander in eine Beziehung setzten, die zueinander in keiner Beziehung stehen. Es bedeutet, auszuhalten, nicht zu wissen, ob man die nächste Stunde, den nächsten Tag, die nächste Woche noch erlebt. Und es bedeutet nicht zuletzt, dass wir nicht leiden müssen, weil die Welt und die Menschen darin nicht so sind, wie wir uns das vorstellen und wünschen. Es bedeutet, zutiefst dafür verantwortlich zu sein, was man erlebt und fühlt und es bedeutet, frei zu sein.

Mila

Basis dieses Artikels ist: Wie wirklich ist die Wirklichkeit, Ausstrahlung des Deutschlandradios (Radio Kultur) eines Anfang der 90er von Paul Watzlawick gehaltenen Vortrags.

Wie wirklich ist die Wirklichkeit - Das wir die Welt nicht einfach vorfinden, sondern unsere Welten erfinden, ist einer der Grundgedanken des radikalen Konstruktivismus. Watzlawick, Philosoph und Psychotherapeut, bringt uns diese Sichtweise in seinem Vortrag auf wirklich unterhaltsame Weise näher.

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